| 774 |
Guntheim wird in einer Stiftungskirche des Reichsklosters Lorsch erstmals erwähnt. |
| 12.04.791 |
In einer Stiftung wird die erste Kirche "St. Martin " genannt. |
| 1050 |
Das Reichskloster Lorsch besitzt in Guntheim 250 Morgen Herrenland und 8 Knechtshöfe zu je 30 Morgen. |
| um 1100 |
Bau einer romanischen Kirche, die dem hl. Laurentius geweiht wird. |
| 1100 bis 1300 |
Die Ritter von Guntheim besitzen das Lehen Guntheim und die Gerichtsgewalt. Ihr Sitz ist auf dem "Burghügel" (Schloßbuckel) ein "steinernes Haus", die spätere Burg. |
| 1294 |
Bischof Emercho von Worms regelt den jährlichen Viehauftrieb von Guntheim nach den Rheinwiesen bei Hamm und zurück. |
| um 1300 |
Entsteht eine Erbengemeinschaft, da die Dorfritter ohne männlichen Nachkommen der Ritterfamilie waren. |
| 1306 |
Wird die "Burg Guntheim" ausdrücklich erwähnt. |
| 1307 |
Erwirbt Friedrich von Meckenheim, genannt "Der Alte", Guntheim gegen "2 Tusend Pfunde Heller" vom Grafen von Leiningen. |
| 1359 |
Ist in einem "Burgfriedensvertrag" die Rede von einer gezinnten Mauer. |
| 1405 |
Ritter Seyfried von Oberstein erhält als Reichslehen von König Ruprecht die Burg und Dorf Guntheim etc. |
| 1412 |
Pfalzgraf Ludwig III. in Heidelberg nimmt den Seyfried von Oberstein mit seinen "Ganerben" in seinen "Schutz und Schirm". |
| 1417 |
Erwirbt der Pfalzgraf 1/4 von Guntheim. |
| 1442 |
König Friedrich III. belehnt Seyfried von Oberstein mit dem "Schloß" Guntheim etc. |
| um 1500 |
War Jörg von Gontem (Guntheim) ein weitbekannter Glockengießer. |
| 1509 |
In Heidelberg studierte Paul von Guntheim. Er wurde Kanzler der Universität Wien und starb 1544 als Domherr in Breslau. |
| 1534 bis 1544 |
Die im Bauernkrieg zerstörte Kirche wird wieder aufgebaut. Im Turmbogen ist die Jahreszahl 1544 eingemeißelt. |
| 12.09.1556 |
Starb "Der Edel und Vest Hans Seyfried von Oberstein" und am 2. März 1563 "Die Edel und Thugetsame Frau Margarete von Oberstein sein ehelich Hausfrau". "Got geb ihne ein fröhlich ursted" ( = Auferstehung ). |
| 1629 |
Frau Elisabeth von Oberstein (30 Jahre) starb "an der peste", ebenso ihre Tochter, 10 Jahre alt. |
| 1661 |
Starb mit Georg Anton Christoph von Oberstein diese Rittersfamilie aus. |
| 03.12.1699 |
Pfalzgraf Kurfürst Johann Wilhelm belehnte den katholischen Freiherrn Johann Erwein von Greiffenclau-Vollrads mit Dorf und Vogtei (= Gericht) Guntheim. Der Pfalzgraf blieb Landesherr. Kaiser Leopold I. bestätigte das Lehen. Die Urkunde ist als Fotokopie im Heimatmuseum Gundheim. |
| 1719 |
Unser Dorf heißt amtlich nur noch GUNDHEIM. |
| 1741 bis 1744 |
In der Dorfmitte entstand für die Gutsverwaltung für Zehntscheuer und -keller, als Gericht, Finanzamt und Residenz "der Pfalzhof". |
| 1794 bis 1814 |
Gundheim ist französisch und gehört zum Departement "Donnersberg". |
| 1816 |
Das gesamte Gebiet wird im Zuge des Wiener Kongresses frm Großherzogtum Hessen zugeschlagen und als Provinz 'Rheinhessen' von Mainz aus verwaltet. |
| Der Fürstensitz ist Darmstadt. |
| 1835 |
Rheinhessen wird als Provinz aufgelöst. Es bilden sich die Kreise Alzey und Worms. |
| 1853 |
Die Gunheimer Gemeinde erwirbt den Pfalzhof für 5.850 Gulden, um es als Schulhaus zu nutzen. |
| 1855 |
Philipp Kissel, 7 Jahre alt, "vom Pferde zu Tode getreten", wurde als erster Gundheimer auf dem neuen Friedhof, 300 m nördlich des Dorfes, beerdigt. |
| 1862 |
Gründung des Gundheimer Turn- und Sportvereines. |
| 1863 |
Gründung eines "Consumvereines" (= Landw. Bezugs- und Absatzgenossenschaft). |
| 22.08.1896 |
Unsere Pfarrkirche St. Laurentius brannt völlig aus. |
| 1900 bis 1902 |
Kirchenneubau |
| 1903 |
Einweihung der Kirche und Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. |
| 30.10.1903 |
Die Eisenbahnstrecke Worms-Gundheim wurde eröffnet, Endstation war Gundheim. |
| 01.10.1904 |
Gundheim erhielt Telefon mit Amt in Monsheim. |
| 29.06.1906 |
Gundheim bekam Leitungswasser von der Seebachquelle in Westhofen. |
| 23.05.1910 |
Gundheim besaß eine eigene Schwesternstation mit 3 Schwestern. Sie mußte wegen Schwesternmangels 1954 aufgelöst werden. |
| 01.10.1912 |
In Gundheim brannt erstmals elektrisches Licht. |
| 1914 bis 1918 |
96 Gundheimer standen unter den Waffen. Das Dorf mußte 17 Kriegsopfer beklagen. |
| 31.12.1921 |
Gründung des Männergesangvereines "Frohsinn". |
| 1939 bis 1945 |
138 Gundheimer unter den Waffen, 30 Tote und 19 Vermißte als Kriegsopfer. |
| 27.05.1961 |
Um 19:06 Uhr wurde die Gundheimer Bahn für den Personenverkehr stillgelegt. |
| 1963 |
Kindergartenneubau der katholischen Pfarrgemeinde im Garten des alten Schwesternheimes. |
| 1964 |
Umbau der alten Nähschule zum Pfarrheim. |
| 26.03.1964 |
Gründung des Heimatvereines. |
| 1966 |
Gründung des Landfrauenvereins |
| 1967 |
Einweihung der neuen Friedhofskapelle nach zweijähriger Bauzeit. |
| Gleichzeitiger Erwerb des 'alten' Bahnhofs (heute unter Denkmalschutz) und Umbau zu einem Vereinsheim (heute vom MGV betrieben). |
| 04.03.1968 |
Auch der Güterverkehr wird auf der Gundheimer Eisenbahnstrecke stillgelegt. |
| 1970 |
Neubau der Turnhalle |
| 1972 |
Gundheim ist eine der 10 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Westhofen geworden. |
| 1974 |
Schulschluß in Gundheim. Ab jetzt gehen alle Gundheimer Schüler zur Gunrd- und Hauptschule nach Westhofen. |
| 18.12.1975 |
Die Autobahn A 61 von Speyer nach Krefeld wird eröffnet. Sie verbraucht ca. 20 h Gelände in unserer Gemarkung. |
| 1976 |
Gründung der KLJB Gundheim. |
| 1980 |
Bau eines neuen Feuerwehrhauses neben der alten Schule (Pfalzhof). |
| 15.08.1982 |
Einweihung der neuen Sportanlage und Übergabe an den TSV. |
| 19.08.1984 |
Das Heimatmuseum öffnete erstmals seine Pforten. |
| Im oberen Schloßgassenbereich fand das 1. Schloßbuckelfest statt. |
| 1987 |
Gundheim erhält nun auch einen Abwasserkanal, der die bisherigen Gruben überflüssig macht. |
| 1990 |
In Gundheim wird neben der Gasleitung auch das Fernsehkabel verlegt. |
| 1990 bis 200x |
Zug um Zug werden alle Ortsstraßen renoviert, bzw. neu ausgebaut. |
| 1991 |
Die RWE verlegt alle Stromkabel unter die Erde, Gundheim ist jetzt endgültig 'oben ohne'. |
| 01.03.1992 |
Das Heimatmuseum wird um einen Handwerkerraum erweitert. |
| 03.06.1993 |
Gundheim feiert das erste Sekt- und Weinopen auf dem Weedeplatz |
| 1995 |
Schließung der Poststelle Gundheim und Verlagerung der Funktion in das Geschäft Puschnerat. |
| 17.11.1995 |
Gundheimer Bürger sperren die Ortsdurchgangsstraße aus Protest gegen deren katastrophalen Zustand, um so Druck auf die Landesregierung auszuüben. |
| 1999 |
Eröffnung des Schulraums im Heimatmuseum. |
| 24.12.1999 |
erstmals wird die Pfarrkirche nachts angestrahlt. |
| 13.05.2001 |
Endlich ist die Ortsdurchgangsstraße erneuert, was mit einem großen Fest gewürdigt wird. |
| 2002 |
Der TSV weiht das neu erst ellte Rasenkleinspielfeld ein. |
| Am Lochweg wird das privat gestiftete Wegekreuz eingeweiht. |